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 Eine Veranstaltung mit Klasse: Pat Langrell and Erzbischof Chaput Diese regelmässige Veranstaltung im P.J Gallagher's Irish Pub in Sydney musste nur im Theology on Tap (ToT) Event auf dem Jugendfestival ins Programm aufgenommen werden, damit die Fernsehstation Challel 9 sie schon für eine Ausstrahlung später diese Woche aufzeichnete.
Der Gastgeber Patrick Langrell sah die Menge begeistert "Benedicto!" und "Viva il Papa" rufen, bevor Erzbischof Chaput seine Rede unter rauschendem Applaus starten konnte. Die Rede des Erzbischofs mit dem Titel "Mission Possible: das Doppelleben wird sich selbst zerstören" war eine klare und direkte Nachricht an die versammelten jungen Pilger: Ihr könnt keine mittelmässigen Katholiken sein, seid es durch und durch! Der Erzbischof zitierte den Seligen Franz Jagerstatter, einen Deutschen der sich dem Naziregine widersetzte. "Ich kann aus meiner eigenen Erfahrung sagen, wie schmerzhaft das Leben oft ist, wenn man es als halber Christ lebt. Es ist mehr ein Vegetieren als ein Leben". Er fuhr fort: "Was könnte wichtiger sein als die religiöse Überzeugung, bei welcher es darum geht, wie wir unsere Leben gemeinsam für das gemeinsame Wohl organisieren sollen... Wir leben im ersten Zeitalter der Menschheit, in dem ganze Gesellschaften nach diesem Prinzip des "Doppellebens" organisiert sind. Wir können kein halbes Chistentum leben". Mit einem Zitat des Papstes, damals noch Kardinal Ratzinger, fuhr er fort: "Heute ist in weiten Kreisen, sogar unter Gläubigen, ein Bild vorherrschend, wonach Jesus nichts fordert, nie schilt, ein Jesus der jeden und jedes akzeptiert, der nichts anderes mehr tut als uns zu bestätigen... Diese Figur wird vom 'Herrn' (ein Wort, das vermieden wird) zu einem Menschen gemacht, der nichts anderes mehr ist als ein Anwalt aller Menschen". Er betonte, dass "es nicht nur einer von vielen Aspekten Deines täglichen Lebens ist, Nachfolger von Christus zu sein. Das Christsein macht aus, wer man ist. Punkt. Ein Christ zu sein bedeutet, dass Dein Leben eine Mission hat. Es bedeutet, jeden Tag danach zu streben, ein besserer Nachfolger zu werden, in unseren Gedanken und Handlungen mehr wie Jesus zu werden". In bezug darauf, wo Pilger ihre Arbeit als Katholiken beginnen sollten, zitierte er Mutter Theresa: "wachse, wo Du hingepflanzt wurdest". Verkünde das Evangelium mit Deinem Leben, ganz egal wo Du bist oder was Du gerade machst - egal ob auf dem Schulweg, bei der Arbeit, bei der Hausarbeit... Lege echte Liebe in alles, was Du machst. Nicht ein wages sentimentales Gefühl. Diese Art von Liebe bedeutet gar nichts weil sie Dich nichts kostet. Nein, Jesus will eine Liebe, die aus dem Herzen kommt, eine Liebe die sich für andere opfert so wie er sich für uns geopfert hat". Der Erzbischof ging am Ende auf die Kirche ein. "Liebe die Kirche; liebe sie als Deine Mutter und Lehrerin. Helfe mit, sie aufzubauen, ihr Leben und ihre Arbeit zu reinigen... Und das ist ganz zentral: Wisse, was die Kirche lehrt... damit Du diese Lehren leben kannst und sie mit anderen teilen kannst". In einem weiteren Zitat des Seligen Franz Jagerstatter betonte er: "Wenn wir hoffen, unser Ziel eines Tages zu erreichen, dann müssen auch wir Glaubenshelden werden. Denn solange wir Menschen mehr als Gott fürchten, werden wir es nie schaffen... Wichtig ist, dass wir keinen einzigen Tag nutzlos vorbeigehen lassen, ohne ihn für die Ewigkeit einer guten Verwendung zugeführt zu haben". Zusammenfassend unterstrich Erzbischof Chaput: " Es ist wirklichen Christen nicht möglich, ein Doppelleben zu führen. Wir zerstören uns damit selbst. Oder, noch schlimmer, wir schwinden damit einfach so vor uns hin". Im Anschluss an den Vortrag konnten Pilger eine halbe Stunden lang Fragen stellen. Die angesprochenen Themen drehten sich darum, wie man zu einem Freund darüber spricht, keine Abtreibung zu haben, Stammzellenforschung, wie sich Amerikaner bei den anstehenden Präsidentschaftswahlen verhalten sollten, ob Politikern die Heilige Kommunion gespendet werden sollte, wenn sie moralisch schlechte Abstimmungen unterstützen, was wir mit Universitäten und Schulen machen, welche nicht mehr länger katholisch sind, und wie geht man damit um, wenn man von Arbeitskollegen und Freunden wegen des Glaubens ausgestossen wird. Alle Fragen wurden auf eine sehr direkte und auf den Punkt gebrachte Art beantwortet. Patrick Langel kündigte an, Faith on Tap werde in Brisbane am 11. August gestartet (der zweite Montag im Monat), und dass eine ähnliche Veranstaltung jetzt in Melbourne stattfindet. Theology on Tap ist eine regelmässige Veranstaltung in Sydney, die jeden ersten Montag des Monats in der P.J Gallagher's Irish Pub stattfindet. |